Es ist unmöglich, eine vollständige und objektive Übersicht über Ereignisse und Zeiträume aus der Geschichte zu machen. Nicht nur die Geschichte, sondern auch, was wir als Einzelpersonen oder als Gesellschaft wichtig zu erinnern finden, verändert sich fortlaufend. Dabei spielen politische Interessen, gesellschaftliche Debatten und persönliche Perspektiven eine große Rolle. Selbst bei Ereignissen wie dem Zweiten Weltkrieg oder der Zeit des Nationalsozialismus ist es nicht selbstverständlich, wie und dass daran erinnert wird. Was als „wichtig“ zu erinnern gilt, hängt stark vom jeweiligen kulturellen, politischen und zeitlichen Kontext ab.
Das Erinnern und die Geschichtsschreibung sind dabei nie völlig neutral. Sie werden von Menschen gemacht und sind dadurch von Meinungen und Zielen beeinflusst.