Online-Material

Website: OpenMoodle der Universität Bielefeld
Kurs: Konfliktakademie ConflictA
Buch: Online-Material
Gedruckt von: Gast
Datum: Sonntag, 19. April 2026, 20:39

Beschreibung

Geschichtliche Ereignisse – Modernes Design
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Welche Ereignisse und Zeiträume aus der Geschichte findest du wichtig oder interessant?

Zur Frage

Es ist unmöglich, eine vollständige und objektive Übersicht über Ereignisse und Zeiträume aus der Geschichte zu machen. Nicht nur die Geschichte, sondern auch, was wir als Einzelpersonen oder als Gesellschaft wichtig zu erinnern finden, verändert sich fortlaufend. Dabei spielen politische Interessen, gesellschaftliche Debatten und persönliche Perspektiven eine große Rolle. Selbst bei Ereignissen wie dem Zweiten Weltkrieg oder der Zeit des Nationalsozialismus ist es nicht selbstverständlich, wie und dass daran erinnert wird. Was als „wichtig“ zu erinnern gilt, hängt stark vom jeweiligen kulturellen, politischen und zeitlichen Kontext ab.

Das Erinnern und die Geschichtsschreibung sind dabei nie völlig neutral. Sie werden von Menschen gemacht und sind dadurch von Meinungen und Zielen beeinflusst.

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In der MEMO‑Jugendstudie haben die Befragten auf diese Frage vor allem Ereignisse aus dem Kontext des Zweiten Weltkriegs und der Zeit des Nationalsozialismus genannt (82,6 %), die sie persönlich historisch wichtig finden. Viele fanden auch den Kontext der Deutschen Teilung und Wiedervereinigung besonders wichtig (31,0 %). Insgesamt haben die Befragten aber sehr vielfältige historische Ereignisse genannt, die für sie von besonderer Bedeutung sind.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO‑Jugendstudie

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Welche historischen Ereignisse oder Zeiträume beeinflussen Dein Leben heute noch besonders?

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Klicke hier und Dir wird ein zufällig ausgewähltes historisches Ereignis angezeigt.


Informiere Dich über dieses Ereignis:

  • Was ist passiert?
  • Welche Personen, Gruppen oder Orte werden erwähnt?
  • Woher wissen wir von diesem Ereignis – wer hat davon berichtet?
Zum Mehrlernen
  • Bei Instagram findest Du Content zum Thema Geschichte zum Beispiel bei terraxhistory oder bei MrWissen2goGeschichte.
  • Bei Lebendiges Museum Online findest Du einen Zeitstrahl und wichtige Eckdaten zu geschichtlichen Ereignissen in Deutschland.
  • Diese englischsprachige Online‑Enzyklopädie, basierend auf Wikipedia, bietet einen sehr breiten Überblick über ausgewählte Ereignisse aus der Geschichte: Histography.
  • Viele Dokumentationen zum Thema Geschichte findest Du bei ZDFinfo.
Geschichtliche Ereignisse – Modernes Design
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An welche Ereignisse oder Zeiträume aus der Geschichte wird in Deutschland besonders häufig erinnert?

Zur Frage

Bei Ereignissen und Zeiträumen, an die in Deutschland erinnert wird, denkt man vielleicht zuerst an die Zeit des Nationalsozialismus oder die deutsche Wiedervereinigung. Man denkt weiter an Gedenktage, staatlichen Museen, Gedenkstätten oder Reden von Politiker*innen. Schaut man genauer hin, ist das, was von Menschen in Deutschland geschichtlich erinnert wird, aber sehr unterschiedlich.

Das Erinnern an die Vergangenheit ist oft lokal geprägt: Wo man wohnt, wird oft etwas erinnert, was auch dort geschehen ist. Dabei spielen meist kleine Gruppen von Menschen eine wichtige Rolle, die aktiv werden und sich einsetzen.

‚Das Erinnern‘ in Deutschland ist daher sehr unterschiedlich. Wie und was erinnert wird, unterscheidet sich meist schon von Dorf zu Dorf.

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Welche geschichtlichen Ereignnisse oder Zeiträume kennst Du, die in anderen Ländern oder Regionen eine besondere Rolle spielen?

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Finde heraus, welche Museen oder Gedenkorte es in Deinem Wohnort gibt. Besuche einen dieser Orte.

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Gibt es Ereignisse oder Zeiträume aus der Geschichte, an die in Deutschland nicht öffentlich erinnert wird, die Du aber wichtig oder spannend findest?

Zur Frage

Welche Ereignisse wir als Gesellschaft erinnern, verändert sich mit der Zeit. Beispielsweise war und ist die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Zeit und den Verbrechen des Nationalsozialismus keine Selbstverständlichkeit. Sie wurde und wird über Jahrzehnte von Menschen erkämpft, die dieses Erinnern wichtig finden. Viele Menschen engagieren sich aktuell dafür, dass zum Beispiel bestimmte Opfergruppen der NS-Verbrechen offiziell anerkannt und erinnert werden.

In den letzten Jahren gibt es darüber hinaus Debatten, ob und wie in Deutschland an die deutsche Kolonialgeschichte sowie die damit zusammenhängenden Verbrechen in dieser Zeit erinnert werden kann. Ähnlich verhält es sich mit einer Vielzahl von Ereignissen aus der Geschichte, die in der deutschen Erinnerungskultur aktuell keine große Rolle spielen, in Zukunft aber vielleicht spielen werden.

Zum Vergleichen

In der MEMO-Jugendstudie finden wir, dass die Befragten sich für viele, sehr unterschiedliche Ereignisse und Zeiträume aus der Geschichte interessieren, auch solche, die in der öffentlichen Erinnerung keine große Rolle spielen. Darunter fallen zum Beispiel bestimmte Kriege, wie der Vietnam- oder der Afghanistan-Krieg, die Weimarer Republik oder die Kolonialzeit.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO‑Jugendstudie

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Wie wird in Deutschland entschieden, wie und woran geschichtlich erinnert wird? Gibt es eine „faire“ Erinnerungskultur?

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Recherchiere ein geschichtliches Ereignis oder Thema, das in Deutschland kaum oder gar nicht öffentlich erinnert wird. Erstelle dazu ein kurzes Info-Plakat oder einen digitalen Steckbrief – dabei kannst Du Dich an diesen Leitfragen orientieren:

  • Was ist passiert?
  • Wann und wo ist es passiert?
  • Wer war betroffen?
  • Warum wird daran kaum oder nicht öffentlich erinnert?
  • Fändest Du es wichtig, öffentlich daran zu erinnern?
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Was bedeutet „Erinnerungskultur“?

Zur Frage

Es gibt viele Definitionen zur Erinnerungskultur. Ein Beispiel: „Unter Erinnerungskultur wird das gemeinschaftliche Wissen einer Gesellschaft über ihre Vergangenheit beschrieben. Heißt also, dass wir uns an die Geschichte unseres Landes erinnern und daraus für unsere Zukunft lernen.“

Quelle

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1. Warum spricht man von einer Erinnerungskultur und nicht zum Beispiel von einer Erinnerungsaufgabe oder von Erinnerungsarbeit?

2. Stell Dir vor, Du kannst einen weltweiten Gedenktag einführen. Wie würde er heißen und woran sollte an diesem Tag erinnert werden?

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Frage eine Person aus Deinem Umfeld, was sie unter dem Begriff Erinnerungskultur versteht.

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Was machen Menschen, um an wichtige Ereignisse und Zeiträume aus der Geschichte zu erinnern?

Zur Frage

Es gibt unzählige Beispiele dafür, wie Menschen erinnern. In Deutschland erinnert man sich an vergangene Ereignisse aus der Geschichte zum Beispiel oft staatlich organisiert - durch Gedenkstätten, Museen, Mahnmale und Statuen. Darüber hinaus gehören auch Gedenktage, Gespräche mit Zeitzeug*innen, Spielfilme, Dokumentationen, Bücher, Comics, Videospiele und vieles mehr dazu.

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In der MEMO-Jugendstudie haben wir 16- bis 25-Jährige gefragt, was Menschen in Deutschland ihrer Meinung nach tun sollten, um sich mit wichtigen Ereignissen oder Zeiträumen aus der Geschichte auseinanderzusetzen. Am wichtigsten fanden die Befragten die Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen in der Schule und im Geschichtsunterricht (34,8 %), gefolgt vom Besuch von Gedenkstätten und Gedenkveranstaltungen (22,2 %).

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO‑Jugendstudie

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Was wäre, wenn niemand mehr an wichtige Ereignisse oder Zeiträume aus der Geschichte erinnern würde? Was bedeutet „wichtig“ in diesem Zusammenhang für Dich?

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Schau Dich bei Dir zuhause um. Finde zwei Gegenstände, die an ein vergangenes Ereignis oder einen vergangenen Zeitraum aus der Geschichte erinnern oder sich damit beschäftigen.

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Was machst Du, um Dich an wichtige Ereignisse aus Deinem Leben zu erinnern?

Zur Frage

Ein großer Teil unserer Erinnerung passiert ‚automatisch‘, weil unser Gehirn wichtige Dinge, die in unserem Leben passieren, abspeichert und wir uns diese Ereignisse dann wieder „in Erinnerung rufen" können.

Dabei erinnern wir zum Beispiel in Form von Bildern, Gefühlen, Gerüchen oder Geräuschen. Vielleicht ist es Dir auch schonmal passiert, dass ein bestimmter Geruch Dich plötzlich an einen Moment aus der Vergangenheit erinnert hat. Natürlich machen wir aber auch vieles ‚aktiv‘, um uns zu erinnern. Wir fotografieren, drehen Videos von (wichtigen) Ereignissen und bewahren sie in Alben auf, schreiben Tagebücher, wir bewahren Gegenstände, die uns an Vergangenes erinnern und wir erzählen uns gegenseitig Geschichten von dem, was wir erlebt haben. Welche Ereignisse Menschen in ihrem Leben ‚wichtig‘ finden, ist dabei sehr unterschiedlich.

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1. Hast Du bestimmte Rituale oder Gewohnheiten, um Dich an Wichtiges aus Deinem Leben zu erinnern?

2. Was unterscheidet das persönliche vom öffentlichen Erinnern an die Vergangenheit?

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Erstelle ein „Mini-Memoir“: Denke an ein vergangenes Ereignis aus Deinem Leben, das Dir wichtig war. Nimm Dir ein Blatt Papier und schreibe oder male etwas zu diesen Fragen:

  • Was ist passiert?
  • Wann und wo ist es passiert?
  • Wer war dabei?
  • Warum war oder ist dieses Ereignis für Dich wichtig?
  • Hast Du etwas, z.B. einen Gegenstand, das Dich an dieses Ereignis erinnert?
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Warum ist es wichtig, dass sich Menschen mit der Vergangenheit beschäftigen?

Zur Frage

Ob und warum es wichtig ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, lässt sich nicht allgemein beantworten. In Deutschland gibt es Menschen, die zum Beispiel die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus „nicht wichtig" finden oder sogar dagegen sind, dass an diese Zeit erinnert wird.

Viele Menschen teilen dagegen die Ansicht, dass es wichtig ist, dass wir uns mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Idee, dass man aus der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit etwas für die Gegenwart lernen kann. So soll verhindert werden, dass Menschen und Gruppen Fehler und Verbrechen wiederholen.

Mit Blick auf die Zeit und Verbrechen des Nationalsozialismus ist vielen Menschen das Erinnern auch unabhängig vom Lernen wichtig. Ihnen geht es darum, an die unzähligen Schicksale von Menschen zu erinnern, die in dieser Zeit gelitten haben und ermordet wurden. Dabei soll das Vergessen verhindert werden.

Zum Vergleichen

Die MEMO-Jugendstudie zeigt: Die meisten jungen Menschen (84,6%) finden es „eher wichtig“ oder „sehr wichtig“, dass unsere Gesellschaft sich mit der Vergangenheit beschäftigt. Nur 3,4% finden das „eher nicht wichtig“ oder „überhaupt nicht wichtig“.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO‑Jugendstudie

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1. Glaubst Du selbst, dass man aus der Geschichte lernen kann?

2. Stell Dir vor, Du wirst in 50 Jahren interviewt - was würdest Du den Menschen über die Zeit, in der Du jetzt gerade lebst, erzählen?

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Interviewe eine Person, die älter ist als Du, zu ihrer Jugend. Wenn Du magst, dokumentiere das Ergebnis kreativ z. B. mit einem Video, als Instagram-Story oder als kleinen Podcast. Orientiere Dich dabei an den folgenden Fragen:

  • Was war das Verrückteste oder Schwerste, das Du in Deiner Jugend erlebt hast?
  • Was hat Dich in Deiner Jugend besonders wütend oder glücklich gemacht?
  • Welche Menschen waren für Dich in dieser Zeit besonders wichtig?
  • Gibt es etwas, das Du heutigen jungen Menschen aus Deiner Erfahrung raten oder mitgeben würdest?

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Wie hast Du Dich bisher mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt?

Zur Frage

Schaut man genauer hin, zeigt sich, dass es zwar bestimmte Wege zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit gibt, die „besonders wichtig" scheinen – zum Beispiel der Schulunterricht oder Besuche in Gedenkstätten. Es gibt aber fast endlos viele Möglichkeiten, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen: Bücher, Filme, Dokumentationen, Computerspiele, Content in Sozialen Medien, Comics, Museen, Mahnmale, Stolpersteine, digitale Ausstellungen, Podcasts, Gespräche mit Freund*innen und Familie, Gespräche mit realen oder digitalen Zeitzeug*innen...

Die NS-Erinnerungskultur unterliegt einem ununterbrochenen Wandel und auch in Zukunft werden neue Möglichkeiten hinzukommen während andere weniger wichtig werden oder völlig verschwinden.

Zum Vergleichen

In der MEMO-Jugendstudie berichteten fast zwei Drittel der Befragten (62,8 %), sich bisher „eher intensiv" oder „sehr intensiv“ mit der NS-Zeit beschäftigt zu haben, während etwa jede*r Zehnte (10,7 %) angab, sich „überhaupt nicht intensiv“ oder „eher nicht intensiv“ mit diesem Thema befasst zu haben. Zum Vergleich: In der erwachsenen Allgemeinbevölkerung berichtete etwas mehr als die Hälfte der Befragten (52,8 %), sich eher oder sehr intensiv mit der Zeit beschäftigt zu haben.

Quellen und mehr zum Vergleichen: MEMO‑Jugendstudie und MEMO IV

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Kannst Du Dich noch erinnern, welche Deine erste bewusste Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus war und wann Dir das Thema zum ersten Mal begegnet ist?

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Schau Dich bei Dir zuhause um. Gibt es in Deinem Haushalt Bücher, Filme oder irgendetwas anderes, das mit der Zeit des Nationalsozialismus zu tun hat und womit man etwas über diese Zeit lernen kann?

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Welche Möglichkeit, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus zu beschäftigen, würdest Du einer Person empfehlen, die noch gar nichts über diese Zeit weiß?

Zur Frage

Eine klare Antwort, welcher der „beste“ Weg ist, etwas über die NS-Zeit zu lernen, gibt es wohl nicht. Manche Menschen empfehlen den Besuch einer Gedenkstätte, weil sie es besonders bewegend finden, einen „echten Ort" zu besuchen, an dem die Geschichte sich ereignet hat. Andere empfehlen, eine Dokumentation zu schauen, weil dabei ein guter Gesamtüberblick über die NS-Zeit gegeben wird und man viel Faktenwissen vermitteln kann. Wiederum andere würden ein Gespräch mit Zeitzeug*innen empfehlen, weil sie der persönliche Kontakt mit Menschen, die die NS-Zeit noch selbst erlebt haben, besonders berührt hat.

Menschen unterscheiden sich darin, auf welchem Weg sie am besten oder liebsten lernen. Deshalb ist auch bei der Bildung über die NS-Geschichte wichtig, dass es vielfältige Angebote gibt und man sich aussuchen kann, wie man etwas über diese Zeit lernen möchte.

Zum Vergleichen

In der MEMO-Jugendstudie haben wir die Teilnehmer*innen gefragt, welche Auseinandersetzung mit der NS-Zeit ihnen bisher am meisten gebracht hat. Als bisher „sinnvollste“ Beschäftigung mit dem Thema nannten die meisten Befragten (42,6 %) das Anschauen von Dokumentationen, Spielfilmen und Serien, gefolgt von Gedenkstättenbesuchen (22,0 %) und dem Schulunterricht (21,6 %).

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO‑Jugendstudie

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Welche Möglichkeiten, sich mit der NS-Zeit auseinanderzusetzen, haben Dir persönlich am meisten gebracht oder sind Dir besonders in Erinnerung geblieben - und warum?

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Fehlt noch.

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Welche Filme und Computerspiele fallen Dir ein, die in der Zeit des Nationalsozialismus spielen oder sich mit dieser Zeit beschäftigen?

Zur Frage

Es gibt viele Filme und Spiele, die sich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen oder in dieser Zeit spielen. Manchmal stehen dabei aber nicht die echten Ereignisse oder Verbrechen im Mittelpunkt, die damals in Deutschland und Europa passiert sind. Zugleich gibt es auch viele bekannte Filme und Spiele, die zwischen 1933 und 1945 spielen und dabei echte historische Personen und Ereignisse zeigen.

Oft wird darüber gesprochen, wie „geschichtlich korrekt“ Filme und Spiele über die NS-Zeit wirklich sind oder sein sollten. Wie genau halten sich die Geschichten an die wahren Ereignisse? Manchmal merkt man auch, dass versucht wird, die Geschichte zu beeinflussen oder für bestimmte Zwecke zu nutzen. Wichtig ist zu wissen, dass in der NS-Zeit viele Filme extra zur Propaganda gemacht wurden und falsche Informationen, also sogenannte „Fake News“ , verbreitet wurden.

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In MEMO III haben wir Befragte nach Filmen zur NS-Zeit gefragt, die ihnen nach dem Schauen besonders lang in Erinnerung geblieben sind. Mit Abstand am häufigsten haben die Befragten hier „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg genannt (43,2 %), gefolgt von „Holocaust“ (5,7 %), „Das Tagebuch der Anne Frank“ (5,2 %), „Der Junge im gestreiften Pyjama“ (4,6 %) und „Die Brücke“ (4,6 %).

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO III

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1. Welche Chancen und Risiken siehst Du darin, Geschichte in Computerspielen erleb- und spielbar zu machen? Wie verändert sich unsere Wahrnehmung von Geschichte, wenn sie spielbar wird?

2. Hast Du selbst schon Computerspiele gespielt, die in der Zeit des Nationalsozialismus spielen? Wenn ja, hast Du dabei etwas Wichtiges über diese Zeit gelernt?

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Fehlt noch.

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Welche Gedenkstätte oder welchen Gedenkort zur Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus hast Du schon besucht? Was ist Dir dabei besonders in Erinnerung geblieben?

Zur Frage

Wenn Du schon einmal einen NS-Gedenkort oder eine Gedenkstätte besucht hast, dann war es vielleicht in der Nähe Deines Wohnortes. Vielleicht hast Du ein Mahnmal besucht oder Dir sind Stolpersteine aufgefallen, die an vertriebene und ermordete Menschen erinnern. Vielleicht hast Du aber auch schon eine Gedenkstätte eines ehemaligen Konzentrationslagers besucht, zum Beispiel mit der Schule. KZ-Gedenkstätten, die besonders bekannt und viel besucht sind, sind etwa die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Polen oder die Gedenkstätten Dachau, Bergen-Belsen und Buchenwald in Deutschland.

Es gibt in Deutschland und Europa sehr viele Orte, an denen an die Geschichte und die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnert wird, manche davon sind besonders bekannt und "auffällig". Andere sind eher klein und „unauffällig", wie etwa Gedenktafeln, die in vielen deutschen Orte zu finden sind. Bis heute setzen sich Menschen dafür ein, dass neue Orten entstehen, die an Schicksale aus der Zeit des Nationalsozialismus erinnern und dass die Orte erhalten bleiben, an denen diese Erinnerung bereits stattfindet.

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In MEMO II haben wir Befragten die Frage gestellt, welche Gedenkstätte sie bei ihrem ersten Gedenkstättenbesuch besucht haben: Die meisten von ihnen haben dabei die KZ-Gedenkstätte Dachau genannt (13,4 %), gefolgt von Buchenwald (8,5 %), Bergen-Belsen (5,6 %) und Auschwitz-Birkenau (5,4 %). In MEMO V haben wir außerdem gefragt, welche Orte zur Erinnerung an die NS-Zeit und den Zweiten Weltkrieg Befragte außerhalb Deutschlands bisher besucht haben: Die meisten Befragten (40,5 %) nannten hier Orte in Frankreich, insbesondere die Normandie, sowie Polen (31,2 %) und dabei insbesondere die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.

Quellen und mehr zum Vergleichen: MEMO II und MEMO V

Zum Weiterdenken

1. Wenn Du schon eine Gedenkstätte oder einen Gedenkort besucht hast: Was an der Gestaltung des Ortes hat Dir besonders gut gefallen, und was hättest Du Dir anders gewünscht?

2. Welche Orte zum Gedenken an die Zeit des Nationalsozialismus kennst Du, die nicht in Deutschland sind?

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Male oder zeichne, was Dir vom Besuch eines Gedenkortes besonders in Erinnerung geblieben ist. Wenn Du noch nie einen Gedenkort besucht hast, male oder zeichne, wie Du Dir einen solchen Ort vorstellst.

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Stell Dir vor, Du könntest selbst einen Ort gestalten, an dem an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert werden soll: Was wäre Dir wichtig, damit Menschen dort möglichst viel über diese Zeit lernen können?

Zur Frage

Wenn Du schon ein Museum oder Gedenkort besucht hast, dann ist Dir vielleicht aufgefallen, dass diese Orte ganz unterschiedlich gestaltet sind. Vielleicht wurde an einigen Orten viel mit Texten gearbeitet, an anderen mehr mit Fotos oder Videos. Vielleicht konntest Du Dir an diesem Ort echte Objekte oder Gebäude aus der Vergangenheit anschauen. Vielleicht gab es eine Führung, an der Du teilnehmen konntest, einen Audioguide, oder es gab interaktive Elemente, an denen Du selbst aktiv werden konntest: Du konntest selbst recherchieren, forschen oder diskutieren.

Die „Gedenkstättenpädagogik“ ist ein ganz eigener Bildungs- und Forschungsbereich und setzt mich mit der Frage auseinander, wie außerschulische Orte der historisch-politischen Bildung gestaltet sind, oder gestaltet sein sollten, damit viele Menschen dort möglichst gut lernen können. Zum Beispiel geht es um die Frage, wie neue Technologien wie virtuelle Realitäten für die Bildungsarbeit genutzt werden können und zu welchen Problemen es beim Einsatz solcher Technologien kommen kann.

Zum Vergleichen

In der MEMO-Jugendstudie haben wir die Teilnehmer*innen gefragt, wie Bildungsformate zum Thema NS-Zeit möglichst gestaltet sein sollten. Den meisten Befragten (22,6 %) war dabei wichtig, dass man reale historische Orte besuchen kann, an denen Geschichte sich ereignet hat. Wichtig war vielen auch, dass an Lernorten vor allem visuell und mit viel Bildmaterial gearbeitet wird (17,1 %), dass das Lernangebot interaktiv ist (15,3 %) und dass Bezüge zur Gegenwart hergestellt werden (15,3 %).

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO-Jugendstudie

Zum Weiterdenken

1. Was sollte aus Deiner Sicht an Erinnerungsorten auf gar keinen Fall passieren?

2. Stell Dir vor, Du sollst einen Erinnerungsort gestalten, an dem Deine Verwandten möglichst gut und viel über die Geschichte des Nationalsozialismus lernen können. Worauf würdest Du bei der Gestaltung dieses Ortes besonders achten?

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Erstelle ein kleines Plakat oder Modell (analog oder digital) und entwirf „Deine“ Gedenkstätte zur Erinnerung an die Zeit und Opfer des Nationalsozialismus. Orientiere Dich dabei an diesen Fragen:

  • Wo liegt Deine Gedenkstätte? (in der Stadt oder in der Natur? von welcher Landschaft umgeben? ist es ein realer oder digitaler Ort?)
  • Wie sieht die Gedenkstätte aus? (ist sie offen oder geschlossen? still oder laut? interaktiv? bunt? andächtig?)
  • Welche Themen werden dort behandelt oder dargestellt?
  • Was kann man dort sehen, hören oder tun?
  • Erkundet man den Ort allein oder wird man geführt?
  • Was sollen die Besucher*innen vom Besuch Deiner Gedenkstätte mitnehmen – im Kopf und im Herzen?

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Welche Orte in der Nähe Deines Zuhauses haben etwas mit der Zeit des Nationalsozialismus zu tun?

Zur Frage

Es gibt Orte, die besonders bekannt sind: Die KZ-Gedenkstätten Ausschwitz und Dachau und das Holocaust-Mahnmal in Berlin sind gute Beispiele. Die Geschichte des NS-Regimes ist jedoch nicht nur an einzelnen Orten passiert, sondern an vielen Orten in Europa und darüber hinaus. Neue Schätzungen gehen davon aus, dass es während der Zeit des Nationalsozialismus über 40.000 Lager in Europa gab - Lager für Zwangsarbeitende und Gefangene, Konzentrationslager, Ghettos. Und natürlich hat sich die Geschichte nicht nur in solchen Lagern ereignet. Nationalsozialistische Verbrechen waren Alltag, Menschen wurden in dieser Zeit an vielen Orten deportiert, enteignet, ausgegrenzt und ermordet.

Entsprechend finden sich an sehr vielen Orten Spuren und Erinnerungen aus der Zeit des Nationalsozialismus, auch wenn in vielen Fällen kein offizieller Gedenkorte errichtet wurde. Eine besondere Form des Erinnerns stellen die sogenannten „Stolpersteine“ dar, die an Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen erinnern. Seit 1992 wurden in Europa über 100.000 dieser kleinen Mahnmale verlegt.

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In MEMO III haben Teilnehmer*innen angegeben, dass die meisten von ihnen (54,8 %) „überhaupt nichts“ oder „eher wenig“ über die Geschichte ihres Wohnortes während der NS-Zeit wissen, nur etwa jede*r Fünfte (20,4 %) wusste „eher viel“ oder „sehr viel“ über den eigenen Wohnort. Das Interesse daran, mehr über diese Geschichte zu erfahren, war unter den Befragten nicht so stark ausgeprägt - etwas mehr als ein Drittel (38,6 %) wollte mehr über den eigenen Wohnort in der NS-Zeit wissen.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO III

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Gibt es in Deinem Wohnort Menschen oder Vereine, die sich für die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus einsetzen?

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Recherchiere nach Orten in Deinem Wohnort und in der Umgebung, die etwas mit der NS-Zeit zu tun hatten oder an denen an diese Zeit erinnert wird - besuche einen Ort, den Du bisher nicht kanntest.

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Was haben Menschen aus Deiner Familie während der Zeit des Nationalsozialismus getan oder erlebt?

Zur Frage

Erzählungen aus der NS-Zeit wurden und werden in vielen deutschen Familien nicht vollständig weitergegeben: Häufig wurden und werden Geschichten weitererzählt, in denen Vorfahren selbst zu Opfern der NS-Verbrechen wurden oder in denen sie Widerstand gegen das NS-Regime geleistet und Opfern geholfen haben. Gleichzeitig wurden Geschichten über Verbrechen der eigenen Vorfahren, also Geschichten darüber, dass Menschen aus der eigenen Familie selbst Menschen ermordet oder andere Verbrechen begangen haben, selten weitererzählt. Es zeigt sich auch, dass die Kinder und Enkel ihre Vorfahren selten nach solchen Verbrechen gefragt haben. In vielen deutschen Familien bestehen dementsprechend „Wissenslücken“.

Wichtig ist bei diesem Thema: Die Vorfahren vieler Menschen, die heute in Deutschland leben, haben während der Zeit des Nationalsozialismus nicht in Deutschland - und viele sogar nicht in Europa - gelebt. Dadurch unterscheiden sich Erfahrungen und Wissen zu dieser Zeit in den verschiedenen Familien noch einmal deutlich.

Wir alle haben Vorfahren, die in der Zeit von 1933 bis 1945 gelebt haben. Selbst wenn sie nicht unmittelbar von den Ereignissen in Deutschland oder Europa betroffen waren, ist es spannend zu sehen, wie sie diese Jahre wahrgenommen haben - und ob sie etwas vom Nationalsozialismus in Deutschland mitbekommen haben.

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In der MEMO-Jugendstudie gab nur etwa jede*r vierte Befragte (24,8 %) an, sich „eher viel“ oder „sehr viel“ mit der eigenen Familiengeschichte in Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus auseinandergesetzt zu haben. Weniger als jede*r Zehnte (9,4 %) berichtete, von „Täter*innen“ in der eigenen Familiengeschichte zu wissen. Etwa jede*r Fünfte (20,3 %) gab an, das „Opfer“ unter den eigenen Vorfahren waren, und 15,6 % sagten, dass sie von Vorfahren wissen, die in der Zeit des Nationalsozialismus potenziellen Opfern geholfen haben.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO-Jugendstudie

Zum Weiterdenken

1. Wurde oder wird in Deiner Familie über die Rolle und Erlebnisse Eurer Vorfahren während der NS-Zeit gesprochen?

2. Wie kannst Du mehr darüber erfahren, was Deine Vorfahren während der Zeit des Nationalsozialismus erlebt haben?

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Recherchiere im Online-Archiv der Arolsen Archives nach dem Namen eines Vorfahren oder einer Vorfahrin, der*die während der NS-Zeit gelebt hat. Wenn Du keinen Namen weißt, frage z.B. Deine Eltern nach den Namen von Vorfahren, die in dieser Zeit gelebt haben.

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Kennst Du Menschen, die die Zeit des Nationalsozialismus selbst erlebt haben?

Zur Frage

Für unsere Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus spielen Zeitzeug*innen eine sehr wichtige Rolle. Zeitzeug*innen sind und waren diejenigen, die die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland selbst noch erlebt haben. Einige dieser Menschen leben noch heute und können von ihren Erfahrungen berichten.

Grundsätzlich gelten alle Menschen, die die NS-Zeit erlebt haben und von ihr berichten können oder konnten, als NS-Zeitzeug*innen - unabhängig davon, was sie selbst in dieser Zeit getan oder erlebt haben. NS-Zeitzeug*innen waren und sind auch diejenigen, die selbst Teil des NS-Regimes waren oder in dieser Zeit Verbrechen begangen haben. In der Öffentlichkeit tauchen diese Personen jedoch seltener auf. Die meisten bekannten NS-Zeitzeug*innen sind solche, die in dieser Zeit selbst zu Opfern des NS-Regimes wurden und die die systematischen Verbrechen der Nationalsozialisten überlebt haben.

Berichte von Zeitzeug*innen sind besonders, weil sie nicht nur historische Fakten vermitteln, sondern auch, weil diese Menschen sehr persönlich und manchmal emotional von dem erzählen können, was sie während des Nationalsozialismus erlebt haben und erleiden mussten. Viele Berichte von Zeitzeug*innen wurden bereits für die Nachwelt erhalten - zum Beispiel als Bücher oder Videoaufnahmen. So haben auch heutige Generationen Zugang zu diesen Berichten. Es gibt zudem Ansätze, damit Zeitzeug*innen mit Hilfe neuer Technik (z.B. Hologramme oder künstlicher Intelligenz) nach ihrem Tod noch „Ansprechpersonen“ für die Fragen nachfolgender Generationen bleiben können.

Zum Vergleichen

Insgesamt finden wir in unseren MEMO-Studien, dass immer weniger Menschen persönlichen Kontakt zu Zeitzeug*innen haben oder hatten - Menschen, die die Zeit des Nationalsozialismus selbst erlebt haben. In der MEMO-Jugendstudie geben die allermeisten der befragten 16-25-Jährigen (80,4 %) an, noch nie eine*n Zeitzeug*in der Zeit des Nationalsozialismus zum Beispiel bei einer Veranstaltung kennengelernt zu haben.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO-Jugendstudie

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1. Was unterscheidet die persönliche Erinnerung von Zeitzeug*innen von Wissen aus Geschichtsbüchern?

2. Wie verändert sich das Erinnern, wenn es keine lebenden Zeitzeug*innen aus der Zeit des Nationalsozialismus mehr gibt?

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Frage Menschen aus Deiner Familie, ob sie persönlich mit Menschen gesprochen haben, die die Zeit des Nationalsozialismus erlebt haben. Wie haben sie diese Gespräche erlebt, woran erinnern sie sich besonders?

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Wie könntest Du mehr darüber erfahren, was Deine Vorfahren in der Zeit des Nationalsozialismus getan oder erlebt haben?

Zur Frage

Der einfachste Weg, etwas über die eigenen Vorfahren in der Zeit des Nationalsozialismus zu erfahren, wäre vielleicht, direkt mit diesen Menschen zu besprechen. Je größer der zeitliche Abstand zur NS-Zeit, desto geringer aber die Wahrscheinlichkeit, dass diese Familienangehörigen noch leben und wir noch persönlich mit ihnen sprechen können. Natürlich können wir andere Personen aus unserer Familie befragen, zum Beispiel unsere Eltern, was sie über die Geschichte unserer Familie wissen. Wir können sie auch fragen, ob und wie bisher in der Familie über die NS-Zeit gesprochen wurde.

Geht beides nicht, gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten, mehr über die eigene Familiengeschichte zu erfahren und zu recherchieren. Wenn man die Namen der eigenen Vorfahren kennt, kann man beispielsweise in Archiven nach ihnen suchen und darüber bestenfalls etwas über sie in Erfahrung bringen. Bekannte Archive, die auch online zugänglich sind oder bei denen online Recherche-Anträge gestellt werden können, sind die Arolsen Archives und das Bundesarchiv zur Personen- und Familienforschung. Außerdem kann es hilfreich sein, in lokalen Archiven am eigenen Wohnort zu recherchieren und eine Suchanfrage zu stellen, wenn die eigene Familie schon länger an diesem Ort lebt.

Zum Vergleichen

In MEMO II haben wir unsere Teilnehmer*innen konkret danach gefragt, ob sie wissen, wo oder wie man sich über die Geschichte der eigenen Familien während der Zeit des Nationalsozialismus informieren kann. Mehr als die Hälfte der Befragten (51,6 %) antwortete hier, nicht zu wissen, wie man mehr über die eigene Familiengeschichte herausfinden kann.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO II

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Findest Du es wichtig, dass Menschen sich mit ihrer eigenen Familiengeschichte auseinandersetzen und darüber Bescheid wissen, ob ihre Vorfahren zum Beispiel zu den Verbrecher*innen während des Nationalsozialismus zählten?

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Sprich mit Deinen Verwandten, Eltern, Großeltern. Frage nach, ob und wie in Deiner Familie bisher über die Zeit des Nationalsozialismus gesprochen wurde. Was kannst du alles über das Leben Deiner Vorfahren herausfinden?

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Besitzt jemand aus Deiner Familie etwas aus der Zeit des Nationalsozialismus?

Zur Frage

Ohne dass es uns bewusst ist, sind wir ständig umgeben von Dingen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Das betrifft zum Beispiel viele Straßen, Namen oder Gebäude, die sich in deutschen Städten oder Dörfern finden. Wahrscheinlich sind wir aber auch im Kleinen von Gegenständen aus der NS-Zeit umgeben, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Das liegt häufig daran, dass wir die Herkunft von vielen Gegenständen um uns herum nicht kennen und vielleicht nicht einordnen können, ob ein alter Gegenstand aus der NS-Zeit stammen könnte.

Viele Familien, deren Vorfahren während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland lebten, besitzen noch Gegenstände aus dieser Zeit, zum Beispiel Fotografien oder alte Dokumente, manchmal auch Alltagsgegenstände oder andere Erinnerungsstücke, die über die Jahrzehnte bewahrt wurden. Für die Nachfahren von Opfern der nationalsozialistischen Verbrechen haben diese Gegenstände häufig einen großen emotionalen Wert. Auch in vielen Ausstellungen an NS-Gedenkorten und in Museen finden sich Alltagsgegenstände, über die wir manchmal etwas über ihre ursprünglichen Besitzer*innen erfahren. Vieles, was wir heute über die Zeit des Nationalsozialismus wissen, haben wir über den Privatbesitz von Menschen erfahren, die in dieser Zeit gelebt haben.

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1. Wie würdest Du damit umgehen, wenn Du auf dem Dachboden Deiner Familie einen Gegenstand aus der NS-Zeit (zum Beispiel ein Foto) finden würdest, über den noch nie gesprochen wurde?

2. Sollten Familien Gegenstände aus der NS-Zeit behalten oder sollten sie an Gedenkorte wie zum Beispiel Museen weitergegeben werden?

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Mache Dich auf die Suche nach Gegenständen in Deiner Umgebung, die aus der NS-Zeit stammen oder stammen könnten.

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Woran denkst Du zuerst, wenn Du an die Zeit des Nationalsozialismus denkst?

Zur Frage

Was uns in Bezug auf die NS-Zeit zuerst in den Sinn kommt, ist ganz verschieden, und hängt eng mit unserer eigenen Lern- und Lebensgeschichte zusammen. Einige Menschen denken zuerst an bestimmte Personen, zum Beispiel an Adolf Hitler oder an bestimmte Szenen aus dieser Zeit, die sie von Fotografien oder aus Dokumentarfilmen kennen, wie zum Beispiel an Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg, oder an Bilder aus Konzentrationslagern und vom Leid der Opfer des Nationalsozialismus. Andere Menschen verbinden aber auch anderes mit der NS-Zeit, zum Beispiel denken sie an Gedenkstätten oder Mahnmale, die sie in ihrem eigenen Leben schon einmal besucht haben. Andere wiederum denken, oder sie denken an heutige rechtsextreme Gruppen oder Gewalttaten.

Zum Vergleichen

In der MEMO-Jugendstudie haben wir die Teilnehmer*innen ganz konkret nach den „Bildern“ gefragt, die sie spontan als erstes mit der NS-Zeit in Verbindung bringen. Die erste Assoziation mit der NS-Zeit war dabei für die meisten Befragten (35,2 %) die Person Adolf Hitler – häufig Bilder davon, wie Hitler zu großen Menschenmengen spricht. Weitere starke Assoziationen waren für viele Teilnehmer*innen (27,4 %) Bilder, die sich auf die Verbrechen während der Zeit des Nationalsozialismus bezogen – zum Beispiel Vorstellungen von der Verfolgung, Unterdrückung und Ermordung von Menschen, zum Beispiel in Gaskammern.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO-Jugendstudie

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Siehst Du eine Gefahr darin, wenn Menschen heute immer weniger über die Zeit des Nationalsozialismus wissen?

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Welches Symbol oder Bild fasst für Dich die Zeit des Nationalsozialismus und das, was damals geschehen ist, besonders gut oder eindrücklich zusammen? Suche mindestens zwei weitere Symbole oder Bilder, die das ergänzen.

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Welche Formen jüdischen Widerstands während der Zeit des Nationalsozialismus sind Dir bekannt oder kannst Du Dir vorstellen?

Zur Frage

In der Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus werden jüdische Menschen häufig vor allem als Opfer des NS-Regimes wahrgenommen. Über sechs Millionen Jüdinnen und Juden wurden durch die Nationalsozialisten systematisch verfolgt und ermordet. Darüber, ob und in welcher Form jüdische Menschen in der NS-Zeit Widerstand gegen das Regime und gegen ihre Diskriminierung, Unterdrückung und Verfolgung geleistet haben, wissen die meisten Menschen jedoch wenig. Auch dass ein großer Teil der Roten Armee, die das Deutsche Reich im Zweiten Weltkrieg besiegte und verfolgte Menschen befreite, aus jüdischen Soldaten bestand, ist vielen nicht bewusst.

Es gab während des NS vielfältige Formen jüdischen Widerstands: Von den Aufständen wie im Warschauer Ghetto, über Partisanengruppen in Osteuropa bis hin zu geheimen Schulen, Tagebüchern und kulturellen Aktivitäten in Ghettos und Lagern. An vielen Stellen wehrten jüdische Menschen sich im Rahmen des Möglichen gegen das nationalsozialistische Regime.

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1. Warum denkst Du wird der jüdische Widerstand in der deutschen Erinnerungskultur weniger thematisiert als der Widerstand nicht-jüdischer Deutscher während der NS-Zeit (z.B. Weiße Rose, 20. Juli)?

2. Inwiefern verändert sich unser Bild von jüdischen Menschen in der NS-Zeit, wenn wir mehr auch über Formen jüdischen Widerstands in dieser Zeit lernen?

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Suche ein Foto oder ein Symbol, das für Dich „Widerstand“ ausdrückt, egal ob bezogen auf die NS-Zeit oder aus einem anderen Kontext.

Schreibe dazu einen Satz: „Widerstand bedeutet für mich…“

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Welche Verantwortung hatte die damalige deutsche Bevölkerung für die Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus?

Zur Frage

Es gibt keine eindeutige Antwort darauf, wie viel Schuld oder Verantwortung die deutsche Bevölkerung für die Verbrechen der NS‑Zeit trägt. Oft geht es dabei um Menschen, die weder direkt Täter noch selbst Opfer waren. Begriffe wie Täter*innen, Opfer, Helfer*innen, Mitwissende oder Zuschauende (Bystander) sind schwer genau zu trennen, weil die Übergänge fließend sind. Ebenso schwierig ist die Frage, ab wann Verantwortung beginnt: Erst, wenn jemand aktiv beteiligt war, oder schon dann, wenn Menschen von der Verfolgung wussten, aber nichts dagegen unternommen haben?

In der Erinnerung an den Nationalsozialismus stand lange Zeit vor allem das Gedenken an die Opfer im Mittelpunkt, während in den letzten Jahren zunehmen von einer Täter*innengesellschaft gesprochen wird, da historische Forschungen zeigen, dass viele Vorfahren Täter*innen oder zumindest Mitläufer*innen waren.

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Der größte Teil der Teilnehmer*innen in der MEMO-Jugendstudie (47,9 %) gab an, dass die damalige deutsche Bevölkerung „eher viel“ oder „sehr viel“ Mitverantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus hatte. Mehr als jede*r Dritte (36,9 %) schrieb der Bevölkerung nur „teils/teils“ eine Mitverantwortung zu und etwas mehr als jede*r Zehnte (11,1 %) war der Ansicht, die Bevölkerung in der NS-Zeit haben „eher keine“ oder „überhaupt keine“ Mitverantwortung für die Verbrechen gehabt.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO-Jugendstudie

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Wo fängt Verantwortung in Bezug auf die Verbrechen während der Zeit des Nationalsozialismus für Dich an? Ab welchem Punkt tragen Menschen eine Verantwortung für das, was damals passiert ist?

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Schreibe spontan fünf Dinge auf, die eine Person damals gebraucht hätte, um mutig zu handeln. Markiere anschließend das eine Wort, das du am wichtigsten findest.

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Warum unterschätzen Menschen heute, wie viele Deutsche während der Zeit des Nationalsozialismus direkt oder indirekt an den Verbrechen beteiligt waren?

Zur Frage

Viele Menschen unterschätzen, wie stark die deutsche Bevölkerung in der NS‑Zeit direkt oder indirekt in Verfolgung und Gewalt eingebunden war. Studien zeigen, dass viele vermeintlich Unbeteiligte mehr wussten oder näher dran waren, als heute oft angenommen wird – etwa durch Ausgrenzungen im eigenen Umfeld, Enteignungen, Deportationen oder den weit verbreiteten Einsatz von Zwangsarbeiter*innen. Dazu kommt, dass Familien nach 1945 belastende Geschichten oft verschwiegen haben, wodurch spätere Generationen ein verzerrtes Bild erhielten. Manche leugnen Verantwortung auch bewusst, um dem „deutschen Volk“ keine Schuld zuordnen zu müssen. Das Thema ist jedoch noch komplexer, als diese kurze Erklärung darstellen kann.

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In der MEMO-Jugendstudie berichtete weniger als jede*r Zehnte (9,4 %), von Täter*innen unter den eigenen Vorfahren zu wissen. Fast zwei Drittel (62,4 %) gingen davon aus, dass unter den eigenen Vorfahren keine Täter*innen waren. Auch gingen viele Befragte in den MEMO-Studien davon aus, dass ein großer Teil der deutschen Bevölkerung in der NS-Zeit gar nichts von den systematischen Verbrechen an bestimmten Personengruppen wusste.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO-Jugendstudie

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Was bräuchte es, damit wir ein realistischeres Bild davon bekommen, was gesellschaftlich in der Zeit des Nationalsozialismus passiert ist und wie Menschen aus der Bevölkerung an den Ereignissen in dieser Zeit beteiligt waren?

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Schau Dir diesen „Panorama“-Beitrag über eine KZ-Aufseherin in der NS-Zeit an und überlege, welche Fragen Du Hilde M. stellen würdest, um zu verstehen, was damals passiert ist.

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Warum glauben viele Menschen heute, sie selbst hätten in der Zeit des Nationalsozialismus Widerstand geleistet, obwohl sich in der Zeit damals nur wenige Menschen im Widerstand befanden?

Zur Frage

Auf die Frage, wie sich Befragte der MEMO-Studien verhalten hätten, wenn sie zur Zeit des Nationalsozialismus gelebt hätten, geben viel an, sie selbst hätten Widerstand gegen das NS-Regime geleistet sowie damaligen Opfern geholfen oder sie geschützt. Dieses Gedankenspiel ist natürlich unmöglich - niemand kann sich wirklich vorstellen, wie es gewesen wäre, in der damaligen Zeit in Deutschland zu leben und wie man sich in dieser Zeit verhalten hätte. Trotzdem ist es ein spannender Anlass, um über die eigene Zivilcourage nachzudenken. Wie verhält man sich wohl selbst, wenn man beobachtet, dass Menschen im eigenen Umfeld diskriminiert werden und Unrecht erfahren.

Warum viele denken, sie hätten sich mutiger verhalten als die meisten Menschen damals, ist unklar. Manche überschätzen sich vielleicht, andere unterschätzen, wie gefährlich und schwierig Widerstand damals war. Möglich ist auch, dass diese Selbsteinschätzung zeigt, dass wir aus der Geschichte gelernt haben und wissen, wie wichtig es ist, gegen Unrecht einzutreten.

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In MEMO III haben wir Befragte gebeten, einzuschätzen, wie wahrscheinlich es gewesen wäre, dass sie Widerstand gegen das NS-Regime geleistet hätten, wenn sie selbst in dieser Zeit gelebt hätten. Knapp ein Drittel der Teilnehmer*innen (32,4 %) sagte dabei, es sei „eher wahrscheinlich“ oder „sehr wahrscheinlich“, dass sie selbst Widerstand gegen die Nationalsozialisten geleistet hätten.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO III

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Was verstehst Du im Kontext der Zeit des Nationalsozialismus unter „Widerstand“? Welche Formen von Widerstand gab es gegen den Nationalsozialismus?

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Spiele das Spiel „Through the Darkest of Times“ oder schau Dir ein Let’s Play-Video zum Spiel an, zum Beispiel bei YouTube. Das Spiel beschäftigt sich mit dem Thema Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus.

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Im Zusammenhang mit der Zeit des Nationalsozialismus wird manchmal von „Mitläuferinnen und Mitläufern“ gesprochen. Wer ist damit gemeint?

Zur Frage

Als „Mitläufer*innen“ bezeichnet man meist Menschen, die sich einer Gruppe anschließen, um dazuzugehören oder nicht aufzufallen. Im Kontext der NS‑Zeit ist der Begriff jedoch nicht klar definiert. Gemeint sind häufig jene, die die Verbrechen des Regimes duldeten – weil sie dessen Ansichten teilten, Angst vor Folgen hatten oder einfach mitmachen wollten. In den sogenannten Entnazifizierungsverfahren nach 1945 wurden Menschen als „Mitläufer“ eingestuft, die das NS‑System zwar unterstützt hatten, denen aber nur geringe oder keine Schuld zugeschrieben wurde.

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In MEMO III haben wir Teilnehmer*innen gefragt, ob sie sagen würden, dass ihre Vorfahren „Mitläufer“ in der Zeit des Nationalsozialismus waren. Die Hälfte der Befragten verneinte dies und geht davon aus, dass die eigenen Vorfahren keine Mitläufer waren.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO III

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Spielt der Begriff der „Mitläufer“ auch in unserer heutigen Gesellschaft eine Rolle? Würdest Du sagen, dass Du selbst manchmal in irgendeiner Form „Mitläufer*in“ bist?

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Höre diesen Ausschnitt aus dem Podcast vom „Helden e.V.“ (Timestamp: 02:12 – 04:59) zum „Bystander-Effekt“ in Bezug auf den Fall George Floyd.

Was ist der Bystander-Effekt? Hast Du selbst schon mal eine Situation beobachtet, in der dieser Effekt aufgetreten ist oder fällt Dir ein Beispiel aus den Nachrichten ein?

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Welche Fragen zum Nationalsozialismus beschäftigen Dich besonders?

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Obwohl sehr viel über die Zeit und Geschichte des Nationalsozialismus geforscht wird und wir vergleichsweise viel über diesen historischen Zeitraum wissen, gibt es weiter viele offene Fragen zur NS-Zeit. Das historische Faktenwissen gibt uns nicht auf alle Fragen zum Thema eine eindeutige Antwort. Bei den vielen vorhandenen Bildungsangeboten und -möglichkeiten zur NS-Zeit bleibt wichtig, immer wieder eigene Fragen an das Thema zu stellen und sich zu überlegen, für welche Aspekte der NS-Geschichte sich man besonders interessiert und welche vielleicht auch die persönlichen Anknüpfungspunkte an die Geschichte sind.

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In der MEMO-Jugendstudie sagten die meisten Teilnehmer*innen (35,4 %), dass sie sich insbesondere für die Rolle der nicht verfolgten und vermeintlich unbeteiligten deutschen Bevölkerung während der Zeit des Nationalsozialismus interessieren. Dabei beschäftigte sie vor allem die Frage, wie eine Gesellschaft Entwicklungen und Verbrechen wie jene in der Zeit des Nationalsozialismus ermöglichen und zulassen konnte und warum niemand diese Entwicklungen verhindert hat. Zudem interessierten sich viele Befragte (21,2 %) für die Person Adolf Hitler.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO-Jugendstudie

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Hast Du eine Idee, wo oder wie Du eine Antwort auf die Frage(n) finden könntest, die Dich besonders beschäftigt oder beschäftigen? Wo oder wie könntest Du mehr darüber lernen?

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Fehlt noch?

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Wie würdest Du einer Person, die noch nie von der Zeit des Nationalsozialismus gehört hat, in wenigen Sätzen erklären, was damals passiert ist?

Zur Frage

Wenn man in Deutschland zur Schule gegangen ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man schon in irgendeiner Weise mit der Zeit des Nationalsozialismus in Berührung gekommen ist und etwas über diese Zeit gelernt hat. Gleichzeitig können wir nicht voraussetzen, dass alle Menschen über die NS-Zeit Bescheid wissen, geschweige denn auf dem gleichen Wissensstand sind.

Bei einem so komplexen Thema wie der Zeit des Nationalsozialismus ist es eher sehr wahrscheinlich, dass Menschen unterschiedlich viel über diese Zeit wissen und sich unterschiedlich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Welche Aspekte die „wichtigsten“ in Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus sind und was man über diese Zeit „auf jeden Fall“ wissen sollte, sind Fragen, über die immer wieder nachgedacht werden muss.

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Die gleiche Frage haben wir auch den Teilnehmer*innen in der MEMO-Jugendstudie gestellt. In der Auswertung der offenen Antworten zeigte sich dabei, dass die meisten Befragten (60,2 %) in ihrer Erklärung erwähnen, dass in der NS-Zeit Opfergruppen verfolgt, ausgegrenzt und ermordet wurden. Viele Befragte (37,6 %) bezogen sich auch auf die Person Adolf Hitler und erklärten, dass dieser beziehungsweise „ein Diktator“ eine große Rolle für die Verbrechen in der NS-Zeit gespielt habe.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO-Jugendstudie

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Was weißt Du darüber, was Menschen in anderen Ländern auf der Welt über die Zeit des Nationalsozialismus lernen oder welche Rolle diese Zeit in der dortigen Erinnerungskultur spielt?

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3-Sätze-Challenge: Formuliere in höchstens drei Sätzen, was in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland passiert ist. Erwähne dabei möglichst viele Aspekte, die in Deinen Augen wichtig sind.

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Welche Länder, abgesehen von Deutschland, verbindest Du mit der Zeit des Nationalsozialismus?

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Wir sprechen und schreiben häufig von „der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland“. Dabei denken wahrscheinlich die meisten von uns an die heutige Bundesrepublik Deutschland und ihre Grenzen. Die heutigen Landesgrenzen Deutschlands entsprechen aber nicht den Grenzen des damaligen sogenannten „Deutschen Reichs“, die sich im Verlauf des Zweiten Weltkriegs zwischen 1939 und 1945 mehrfach geändert haben.

Ereignisse und Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus haben sich nicht nur in Deutschland abgespielt. Länder, die vielleicht vielen von uns im Kontext der NS-Zeit präsent sind, sind beispielsweise Polen als Land, das von den Nationalsozialisten besetzt war und in dem viele der NS-Verbrechen begangen wurden. Weiterhin gibt es die sogenannten „Alliierten“, zu denen hauptsächlich Großbritannien, die USA, die Sowjetunion und Frankreich gehören, und die im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland gekämpft haben. Viele Länder der Welt waren in der NS-Zeit in direkter oder indirekter Weise vom Nationalsozialismus betroffen oder selbst involviert. Im Zuge des Krieges in Europa ist sind auch in anderen Regionen Kriege ausgebrochen.

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In MEMO V haben wir die Teilnehmer*innen gefragt, welche europäischen Länder sie mit Ausnahme von Deutschland mit dem Zweiten Weltkrieg verbinden. Die allermeisten Befragten (74,9 %) nannten hier Frankreich, gefolgt von Polen (60,3 %) und Großbritannien (41,3 %). Etwas mehr als ein Drittel der Befragten (36,3 %) nannten Russland.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO V

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Was weißt Du darüber, wie genau die heutigen Nachbarländer Deutschlands in die Zeit des Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg involviert waren?

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Versuche die untenstehenden Begriffe aus den Kontexten NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg den jeweiligen Ländern zuzuordnen – mit welchem Land verbindest Du die jeweiligen Begriffe am stärksten?

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Was schätzt Du, wie viele Zwangsarbeitende* gab es in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und im besetzten Europa?

(*Zwangsarbeitende in der NS-Zeit waren Menschen, die gegen ihren Willen zur Arbeit gezwungen wurden und oft an den Folgen starben.)

Zur Frage

Zu den Verbrechen des NS‑Regimes gehörte auch die massenhafte Zwangsarbeit. Millionen zivile Personen, Kriegsgefangene und Inhaftierte der Konzentrationslager wurden gezwungen, in Betrieben, auf Höfen, Baustellen oder in Arbeits- und Konzentrationslagern häufig unter unmenschlichen Bedingungen zu arbeiten. Sie mussten so die Kriegswirtschaft unterstützen, die sie gleichzeitig ausbeutete und bedrohte. Zwangsarbeit diente sowohl wirtschaftlichen Zwecken als auch der Verfolgung, Unterdrückung und Ausbeutung derjenigen, die als „minderwertig“ galten. Schätzungen gehen von etwa 13 Millionen Zwangsarbeiter*innen im „Deutschen Reich“ und bis zu 26 Millionen in den besetzten Gebieten aus; viele von ihnen starben.

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In MEMO IV haben wir die Teilnehmer*innen ebenfalls gebeten, einzuschätzen, wie viele Menschen während der gesamten Zeit des Nationalsozialismus als Zwangsarbeiter*innen arbeiten mussten. Die Schätzungen schwanken dabei sehr stark. Durchschnittlich schätzten unsere Befragten, dass es etwa 4 Millionen Zwangsarbeiter*innen in der NS-Zeit gab. Tatsächlich waren es jedoch weit über 20 Millionen im besetzten Europa.

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO IV

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Was weißt Du darüber, ob und wo Menschen in unserer heutigen Zeit unter Zwang arbeiten müssen?

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Finde heraus, ob es in Deinem Wohnort oder in der Nähe Deines Wohnortes Unternehmen gab, oder bis heute gibt, die in der Zeit des Nationalsozialismus Zwangsarbeitende eingesetzt haben.

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Welche Unternehmen kennst Du, die an den Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus beteiligt waren oder davon profitiert haben?

Zur Frage

Auch zur Verwicklung von Firmen in die Verbrechen des Nationalsozialismus wird heute weiter geforscht und wir wissen längst nicht alles darüber. Sicher ist, dass sehr viele deutsche Unternehmen direkt oder indirekt an den NS-Verbrechen beteiligt waren und davon profitierten - durch Zwangsarbeit, durch Enteignung von Menschen und von der Kriegswirtschaft. Insbesondere die Ausbeutung von Zwangsarbeiter*innen spielte in vielen großen aber häufig auch in kleinen und familiären Unternehmen eine Rolle und Millionen von Menschen wurden als Zwangsarbeiter*innen in der Industrie, der Landwirtschaft und in Rüstungsunternehmen ausgebeutet und viele von ihnen kamen dabei ums Leben.

Viele große Konzerne, die teils bis heute noch in gleicher oder ähnlicher Form existieren, arbeiteten eng mit dem NS-Regime zusammen - darunter etwa IG Farben/BASF, Siemens, BMW, Volkswagen, Krupp oder Bahlsen. Die Liste der Unternehmen ist aber sehr viel länger und in vielen deutschen Orten lassen sich wirtschaftliche Verwicklungen von Unternehmen mit dem NS nachweisen. Erst in den 1980er- und 1990er-Jahren begann in einigen Firmen eine kritische und teils auch öffentliche Aufarbeitung der eigenen NS-Vergangenheit. Viele Unternehmen positionieren sich heute immer noch nicht zu ihrer Rolle im System des NS.

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In MEMO IV haben wir die Teilnehmer*innen gebeten, uns ein Unternehmen zu nennen, das in die Verbrechen des Nationalsozialismus involviert war. Mehr als ein Drittel der Befragten (37,0 %) konnte hierbei kein Unternehmen nennen. Die übrigen Teilnehmer*innen nannten am häufigsten „Krupp“ (30,7 %), „IG Farben“ (14,4 %), „Volkswagen“ (8,3 %) und „Siemens“ (4,8 %).

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO IV

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Wie sollten Unternehmen, die an den Verbrechen des Nationalsozialismus beteiligt waren oder davon profitiert haben, heute mit ihrer eigenen Vergangenheit umgehen?

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Klicke auf den untenstehenden Button und finde für das Unternehmen, das Dir angezeigt wird, heraus, was dieses Unternehmen mit der Zeit des Nationalsozialismus zu tun hatte.

Tool muss noch eingebaut werden.

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Welche Personen oder Gruppen kennst Du, die in der Zeit des Nationalsozialismus gezielt verfolgt und ermordet wurden?

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Während der nationalsozialistischen Diktatur wurden Millionen Menschen aus rassistischen, politischen, religiösen oder sozialen Gründen verfolgt und ermordet. Heute sprechen wir oft von „Gruppen“, doch jedes Schicksal war das eines einzelnen Menschen, dessen Leben zerstört wurde. Im Zentrum der NS‑Ideologie stand der Antisemitismus und die Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden. Verfolgt und ermordet wurden aber auch viele andere, etwa Sinti*zze und Rom*nja, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle, politische Gegner*innen, religiöse Minderheiten, politische Gegner*innen, Kriegsgefangene und als „asozial“ stigmatisierte Menschen. Diese Liste ist nicht vollständig, und manche Opfergruppen sind heute präsenter als andere. Allen Betroffenen gerecht zu werden, bleibt eine große Herausforderung der Erinnerungskultur.

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In der MEMO-Jugendstudie nannten unsere Befragten am häufigsten „Jüdinnen und Juden“ (88,5 %), gefolgt von „Kranken und/oder Menschen mit Behinderungen“ (40,4 %), „Sinti*zze und/oder Rom*nja“ (30,9 %) und „Homosexuelle“ (24,6 %).

Quelle und mehr zum Vergleichen: MEMO-Jugendstudie

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Welche Gruppen sind in Deinen Augen bis heute „vergessene Opfer“ des Nationalsozialismus und in unserer gesellschaftlichen Erinnerung an diese Zeit wenig präsent?

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Finde heraus, ob es in Deinem Wohnort Spuren einer Opfergruppe gibt (z. B. Stolpersteine, Gedenkorte, Straßennamen, Archive).

Nimm Kontakt zu einer lokalen Initiative auf und frage, wie Menschen sich einbringen können. Dokumentiere Deine Erfahrungen in einem kurzen Bericht oder Video.

Frage Dich: Welche Form der Unterstützung passt zu mir? (Spende, Mitgliedschaft, ehrenamtliche Mitarbeit, berufliche Kooperation, öffentliche Sichtbarkeit). Plane einen konkreten nächsten Schritt und setze ihn innerhalb eines festgelegten Zeitraums um.

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Welche Formen jüdischen Widerstands während der Zeit des Nationalsozialismus sind Dir bekannt oder kannst Du Dir vorstellen?

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In der Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus werden jüdische Menschen häufig vor allem als Opfer des NS-Regimes wahrgenommen. Über sechs Millionen Jüdinnen und Juden wurden durch die Nationalsozialisten systematisch verfolgt und ermordet. Darüber, ob und in welcher Form jüdische Menschen in der NS-Zeit Widerstand gegen das Regime und gegen ihre Diskriminierung, Unterdrückung und Verfolgung geleistet haben, wissen die meisten Menschen jedoch wenig. Auch dass ein großer Teil der Roten Armee, die das Deutsche Reich im Zweiten Weltkrieg besiegte und verfolgte Menschen befreite, aus jüdischen Soldaten bestand, ist vielen nicht bewusst.

Es gab während des NS vielfältige Formen jüdischen Widerstands: Von den Aufständen wie im Warschauer Ghetto, über Partisanengruppen in Osteuropa bis hin zu geheimen Schulen, Tagebüchern und kulturellen Aktivitäten in Ghettos und Lagern. An vielen Stellen wehrten jüdische Menschen sich im Rahmen des Möglichen gegen das nationalsozialistische Regime.

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1. Warum denkst Du wird der jüdische Widerstand in der deutschen Erinnerungskultur weniger thematisiert als der Widerstand nicht-jüdischer Deutscher während der NS-Zeit (z.B. Weiße Rose, 20. Juli)?

2. Inwiefern verändert sich unser Bild von jüdischen Menschen in der NS-Zeit, wenn wir mehr auch über Formen jüdischen Widerstands in dieser Zeit lernen?

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Welchen Einfluss hat die Beschäftigung mit der Zeit des Nationalsozialismus darauf, wie Du über andere Menschen denkst?

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Was hat die Zeit des Nationalsozialismus mit Dir und Deinem Leben zu tun?

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Was kannst Du tun, damit die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit gerät?

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Was bedeutet „Geschichtsrevisionismus“?

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Kennst Du Beispiele dafür, dass Menschen bewusst historische Fakten über die Zeit des Nationalsozialismus verzerrt oder geleugnet haben?

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In einer Gesprächsrunde sagt jemand: „In der Corona-Zeit gab es so viele Regeln und Einschränkungen durch den Staat – das war doch eigentlich nichts anderes als das, was die Leute damals in der Zeit des Nationalsozialismus erlebt haben.“ Wie reagierst Du auf die Aussage?

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Warum wollen manche Menschen einen „Schlussstrich“ unter die Zeit des Nationalsozialismus ziehen und nicht mehr über diese Zeit sprechen?

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Würdest Du Produkte von Unternehmen kaufen, die an den Verbrechen während der Zeit des Nationalsozialismus beteiligt waren?

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Fallen Dir Vorfälle nach 1945 ein, die in einem Zusammenhang mit der Zeit und den Verbrechen des Nationalsozialismus stehen?

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Welche Aussagen, Symbole oder Bilder begegnen Dir in Deinem Alltag, die mit der Zeit des Nationalsozialismus zusammenhängen?

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Siehst Du Ähnlichkeiten zwischen der Zeit des Nationalsozialismus und unserer heutigen Zeit?

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Wie werden Menschen in Deutschland in 100 Jahren an die Zeit des Nationalsozialismus erinnern?

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Welche Wörter oder Begriffe kennst Du, die mit der Zeit des Nationalsozialismus zusammenhängen und heute noch benutzt werden?

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Welche Nachrichten der letzten Wochen erinnern Dich an die Zeit des Nationalsozialismus?

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"I’m afraid that Europe is forgetting its past and that Auschwitz is only sleeping."

Welche Sorge spricht Ceija Stojka in diesem Zitat an?

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„Es kommt nicht auf die großen Sachen an, sondern auf den Alltag der Tyrannei, der vergessen wird. Tausend Mückenstiche sind schlimmer als ein Schlag auf den Kopf.“ (April 1944)

Was sagt dieses Zitat aus den Tagebüchern von Victor Klemperer Dir über die Zeit des Nationalsozialismus?

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„Wir dürfen niemals vergessen, doch Erinnern allein reicht nicht.“

Was denkst Du wünscht sich Margot Friedländer über das Erinnern hinaus?

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„Ich hatte mich nur abends im Lager zu melden, um die Trockenverpflegung für den nächsten Tag abzuholen, die aus 125 Gramm Brot und einem Stück Margarine, Käse oder Wurst bestand. Sobald ich sie in den Händen hatte, war sie schon aufgegessen […]“

Welche Erfahrung aus der Zeit des Nationalsozialismus beschreibt Theodor Wonja Michael in diesem Zitat?

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„Ich bin ein Jude aus dem Jenseits. Das ganze jüdische Volk wird ermordet, ich selbst habe eine ganze Stadt von Juden begraben …, in Chelmo.“ (Februar 1942)

Was stellst Du Dir vor hat Szlama Ber Winer in Chelmo erlebt?

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„1) Ich werde Dich immer lieben.

2) Ich werde Dich nie allein lassen.

3) Ich werde alles tun, um Dich glücklich zu machen. […]“ (Juni 1943)

Welche Gedanken oder Gefühle lösen die Sätze von Felice Schragenheim in Dir aus?

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