Konzeption - Game Design
Abschnittsübersicht
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In der Konzeptionsphase soll man grob umreißen, worum es im Spiel gehen soll. Hauptelemente sind hier Story, Spielmechaniken und Genre. Für den Anfang reichen hier oft auch Stichpunkte und Notizen, mithilfe derer man sich organisiert und die einzelnen Elemente dann im Produktionsprozess zusammenführt. Man kann hier aber auch bereits feste Entscheidungen für Stil von Story, Grafik, usw. treffen. Dies kann aber auch dazu führen, dass man sich zu früh Restriktionen setzt, die die Gestaltung erschweren. Oft ändert sich die Ausrichtung während des Designprozesses auch wieder.
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Story
GB Studio eignet sich dafür, Geschichten auf mehreren Ebenen zu vermitteln: visuell, textuell, auditiv und interaktiv. Diese Elemente sollten bei der Ausgestaltung der Story zusammengedacht werden. Für die Konzeptionsphase eignen sich Methoden wie Whiteboards oder Kanban-Boards zur Strukturierung und Ideenfindung.
- Anfang und Ende: Der grobe Ablauf der Geschichte sollte klar sein. Es braucht eine Einführung, einen Rahmen sowie ein definiertes Ende. Ziele und Aufgaben des Spiels müssen verständlich formuliert sein.
- Elemente ausarbeiten: Innerhalb dieses Rahmens können Charaktere, Quests, Gegenstände oder Sub-Stories entwickelt werden. Diese sollten klar definiert werden, um den Überblick über alle Inhalte zu behalten.
- Moodboard nutzen: Parallel zur inhaltlichen Planung kann ein Moodboard mit Grafiken, Sounds oder Musik helfen, eine stilistische Richtung zu entwickeln und neue Ideen zu generieren.
Mechaniken & Loops
Spielmechaniken variieren je nach Spielziel. Manche Spiele funktionieren ohne explizite Story, andere verbinden Mechaniken eng mit der Erzählung. Story-Elemente können dabei in interaktive Abläufe übersetzt werden. Die Planung erfolgt hier stärker technisch und logisch.
- Einfache Mechaniken: Bedingungen wie „Eine Tür öffnet sich nur mit Schlüssel“ oder veränderte Dialoge bei erfüllten Voraussetzungen.
- Story Loop: Die gesamte Handlung von Anfang bis Ende kann als größter Gameplay-Loop verstanden werden.
- Kleinere Loops: Innerhalb des Story-Loops existieren kleinere Abläufe, etwa für Nebenhandlungen oder Minispiele. Hier werden Bedingungen, Ergebnisse und Anschlusslogiken definiert.
- Gameplay-Regeln: Festlegung von Zielen, Gewinn- und Verlustbedingungen sowie Start- und Neustartmechaniken.
- Visualisierung: Auch für Mechaniken eignen sich Whiteboards oder Moodboards, um Logiken darzustellen oder sich von bestehenden Game-Boy-Spielen inspirieren zu lassen.
Genre & Visuelles
Genre und visuelle Gestaltung beeinflussen sowohl Story als auch Mechaniken und sollten frühzeitig mitgedacht werden.
- Einfluss auf die Story: Das Genre bestimmt Erzählweise und Stil. Eine Horrorstory unterscheidet sich deutlich von einer Komödie. Inhalte können nicht nur durch Text, sondern auch durch Grafik und Ton vermittelt werden. Eine ausgewogene Balance ist dabei wichtig.
- Einfluss auf Mechaniken: Je nach Genre eignen sich bestimmte Szenentypen in GB Studio besonders gut, etwa „Shoot ’Em Up“ oder „Platformer“ für actionreiche Spiele. Diese bringen bereits vordefinierte Funktionen und Steuerungen mit.
- Grafische Gestaltung: Grafiken hängen von Story und Mechanik ab. Neben der Wirkung spielen pragmatische Aspekte wie Größenverhältnisse eine Rolle (z.B. 16×16 oder 32×32 Pixel). Charaktere, Projektile und Hindernisse sollten proportional aufeinander abgestimmt sein.
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