• 1814 veröffentlichte Gotthilf Heinrich von Schubert seine Schrift „Symbolik des Traumes“. Dieser Text war, ähnlich wie sein Buch „Ansichten von den Nachtseiten der Naturwissenschaft“ (1808), aus der Hoffmann die entscheidende Anregung für den Stoff seiner Erzählung erhielt, diesem gut vertraut. Schubert entwirft in seinem Buch eine romantische Theorie des Traumes, in der Traumgeschehen- und -sprache mit der Sprache prophetischer Offenbarung, den kombinatorischen Prozessen des Unterbewusstseins und der Sprache der Poesie in Verbindung gebracht wird. Im Traum verknüpfen sich die daher polygenetische Erfahrungen der Menschen als Wesen in der Natur mit ontogenetischen Erlebnissen des Individuums. Der Traum eröffnet bei Schubert den Zugang zu entzogenen Schichten der Weltschöpfung. Ausdruck finden diese Verknüpfungen für Schubert vor allem in der Traumbildlichkeit der Natur. Träumende, wie Propheten und Dichter haben aufgrund ihrer analogen Erkenntnisweisen Zugang zu diesem Wissen. Romantische Seelenkunde und Naturphilosophie ruhen auf einer holistisch-harmonisierenden Einheitsvorstellung der Allverbundenheit alles Lebendigen auf, die selbst oder gerade in der toten und anorganischen Natur wie in einem Buch zu lesen ist. 


       

    • Lesen Sie zu einer kleinen Vertiefung den Text im E.T.A Hoffmann Portal. Wenn Sie Lust haben, werfen Sie auch einen Blick in Schuberts Werk


       

    • Lesen Sie nun sorgfältig den Traum Elis‘ (S. 216f.). Diskutieren Sie folgende Fragen:

      • In welchem Verhältnis stehen die See und der Bergbau in diesem Traum? 
      • An was erinnert die eigentlich anorganische Welt in der Tiefe? 
      • In welchem Verhältnis stehen Innen- und Außenwelt? Wie stehen im Folgenden Traumwelt und reale Welt für Elis im Verhältnis zueinander? Wofür könnte die Tiefe des Berges hier eine symbolische Konfiguration sein?