• Diskussionsfragen Einbettung im Erscheinungsmedium

      Wie Sie bereits wissen, ist Büchners „Lenz“ erst posthum im Januar 1839 im „Telegraph für Deutschland“ erschienen. Der Text wurde im Januar 1839 in acht Fortsetzungsfolgen publiziert sowie durch ein Vor- und Nachwort Karl Gutzkows gerahmt, zum dem Büchner neben dem beruflichen auch ein freundschaftliches Verhältnis unterhielt. Sie finden den Originaltext im Digitalisat wie folgt:

       

      Erinnern Sie Folien 14 und 15 aus der interaktiven Präsentation zum "Telegraph für Deutschland" im Tab „Vor der Lektüre“ und lesen Sie folgenden Brief Büchners an seine Familie, um sich die Beziehung zwischen Büchner und Gutzkow noch einmal zu vergegenwärtigen: 


       

    • Georg Büchner an die Eltern in Darmstadt (Straßburg, 5. Mai 1835): 

      Ich habe mich […] an Gutzkow gewendet, mit dem ich fortwährend in Correspondenz stehe. Er ist im Augenblick in Berlin, muß aber bald wieder zurückkommen. Er scheint viel auf mich zu halten, ich bin froh darüber, sein Literaturblatt steht in großem Ansehn. ….. Im Juni wird er hierherkommen, wie er mir schreibt. Daß Mehreres aus meinem Drama [gemeint ist sein Stück „Dantons Tod“; S. W.] im Phönix erschienen ist, hatte ich durch ihn erfahren, er versicherte mich auch, daß das Blatt viel Ehre damit eingelegt habe. Das Ganze muß bald erscheinen. […] Gutzkow hat mich um Kritiken, wie um eine besondere Gefälligkeit gebeten; ich konnte es nicht abschlagen, ich gebe mich ja doch in meinen freien Stunden mit Lectüre ab, und wenn ich dann manchmal die Feder in die Hand nehme und schreibe über das Gelesene etwas nieder, so ist dieß keine so große Mühe und nimmt wenig Zeit weg.


      Lesen Sie nun das Vor- sowie das Nachwort zu „Lenz“ im Digitalisat des „Telegraph für Deutschland“. Diskutieren Sie folgende Punkte in der Gruppe:

      • Welche Funktionen haben diese Paratexte?
      • Wie werden Büchner und sein Text durch Gutzkow im literarischen Feld verortet? 

      Schauen Sie sich an, an welchen Stellen der literarische Text jeweils unterbrochen bzw. fortgesetzt wird.

      • Würden Sie sagen, dass diese Brüche einer bestimmten Logik folgen oder eher willkürlich gesetzt worden sind?