Medien des Erzählens. Die Ausdifferenzierung narrativer Formen in den Publikationsmedien des 19. Jahrhunderts
Bölüm anahatları
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Bitte lesen Sie „Die Judenbuche“ in einer zitierfähigen Studienausgabe ganz und schlüpfen Sie bei der Lektüre in die Rolle eines Zeitschriftenredakteurs im 19. Jahrhundert: Markieren Sie die Stellen, an denen es Ihrer Ansicht nach günstig wäre, die Geschichte zu unterbrechen, um die Fortsetzung der Leserschaft in der nächsten Nummer Ihres Blattes zu präsentieren. An welchen Stellen können Sie sicher sein, dass die Leserschaft so neugierig auf den Fortgang der Geschichte ist, dass sie mit Sicherheit die nächste Ausgabe Ihrer Zeitschrift kauft? Bitte begründen Sie Ihre Wahl kurz hinsichtlich folgender Aspekte: Spannungsaufbau - Figurenpräsentation - Gestaltung der Handlung. Diese Aufgabe ist deswegen wichtig, da Interpretationen der „Judenbuche“ immer wieder auch mit der Erzählstruktur begründet werden (vgl. Rölleke 1972; Schneider 1976; Moritz 1989; Grywatsch 2006; Mecklenburg 2008).
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Informieren Sie sich im Droste-Hülshoff Handbuch, hg. Cornelia Blasberg/Jochen Grywatsch, Berlin/Boston (de Gruyter) 2018, auf den Seiten 515 und 516 über den Zusammenhang von Textstruktur und den Zwängen, welche die Veröffentlichung dieser Novelle als Fortsetzungsgeschichte in einer Zeitschrift im 19. Jahrhundert prägen.
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Vergleichen Sie die von Ihnen getroffenen Einteilungen mit den Einteilungen von H8 (Handschrift acht) in der historisch-kritischen Droste-Ausgabe, von denen ein Großteil identisch ist mit Enden der Teilabdrucke im Morgenblatt. Diskutieren Sie evtl. Unterschiede zu Ihren eigenen Einteilungen und denen Ihrer Gruppenmitglieder. Was spricht für, was gegen die jeweilige Einteilung?
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