Liebe, Höfische Kultur und Herrschaft 1100-1600
Perfilado de sección
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Vergleichen Sie den Prolog des „Willehalm von Orlens“ mit dem Prolog des „Tristan“ von Gottfried von Straßburg sowie den Beginn des zweiten Abschnitts mit dem Beginn des sog. 9. Buchs des „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach. Rudolf von Ems bezieht sich deutlich auf Gottfried und Wolfram, auch wenn die Handlung seines Romans weder mit der schwierigen Konstellation im „Tristan“ noch mit dem Weg des Protagonisten im „Parzival“ in Verbindung gebracht werden kann. Welche Funktion haben dann diese Anschlüsse? In welchen Hinsichten stimuliert Rudolf Vergleiche mit den beiden anderen Verfassern?
Sie können dazu die Textausgabe des "Tristan" aus dem Reclam-Verlag verwenden: Gottfried von Straßburg, Tristan, hg. v. Rüdiger Krohn, Bd. 1, Stuttgart: Reclam 2017. -
Fiktionalität und GeschichteSchlagen Sie im „Lexikon des Mittelalters“ nach, wer Gottfried von Bouillon* war, der in V. 15587 („Jofrit von Brabant“) als Nachfahre Willehalms genannt wird. Denken Sie anschließend darüber nach, welche Konsequenzen es zeitigt, dass solche punktuellen Bezüge auf ‚Realität‘ in höfischer Literatur gelegentlich – so ja auch in Konrad Flecks „Flore und Blanscheflur“ – in den gleichwohl fiktionalen Text integriert werden. Welche Konsequenzen hat ein solcher genealogischer Rückgriff für die Annahme, dass auch die Romane des Hochmittelalters als ‚fiktional‘ zu betrachten sind?
* in der Onlineversion des "Lexikons des Mittelalters" ggf. Godfrey of Bouillon
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‚Fürsten- und Herrschaftsroman‘?Erstellen Sie eine zweispaltige Tabelle (max. 500 Wörter), in der Sie das Für und Wider der Zuordnung des „Willehalm von Orlens“ zum ‚Fürsten- und Herrschaftsroman‘ (Mathias Herweg) verzeichnen.Mathias Herweg: Wege zur Verbindlichkeit. Studien zum deutschen Roman um 1300, Wiesbaden 2010 (Imagines medii aevi 25), S. 30ff.
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