Kommunikation in der Gesundheitsversorgung – 
Ein Schlüssel zur besseren Versorgung

 

Dieser Abschnitt beleuchtet die Kommunikationserfahrungen von Patient*innen mit kognitiven und/oder sprachlichen Beeinträchtigungen in der medizinischen Versorgung. Außerdem werden wesentliche Grundlagen für eine erfolgreiche Kommunikation vorgestellt.

Sehen Sie sich das folgende Video an, in dem kommunikationsbeeinträchtigte Personen über ihre persönlichen Erfahrungen in der Kommunikation mit medizinischem Personal berichten.

Das Video konnte Ihnen hoffentlich einen ersten wertvollen Einblick in die Perspektive kommunikationsbeeinträchtigter Personen geben. Neben den Erfahrungen und Herausforderungen der Personen vermittelt das Video einen ersten Eindruck, warum eine patient*innenorientierte Kommunikation so wichtig für die Gesundheitsversorgung der Betroffenen ist. 

Person mit Sprechblase

Teilen Sie Ihre Beobachtungen und Gedanken auf unserer Pinnwand. Durch welche Rahmenbedingungen werden der Umgang und die Kommunikation mit kommunikationsbeeinträchtigten Patient*innen aus Ihrer Sicht erschwert? Ihr Beitrag hilft, ein besseres Verständnis für den derzeitigen Versorgungsalltag zu schaffen.

Antwort über das Plus (+) einfügen. Zum Speichern außerhalb des Fensters klicken. Mit der Scroll-Leiste rechts und unten können Sie navigieren, um alle Antworten zu sehen. Bei ähnlicher Erfahrung grünen Daumen anklicken, zudem können Sie über die Sprechblase etwas kommentieren.

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Wenn Sprache zur Barriere wird...

durch Kommunikationsmittel:

Wenn Sie auf "Umdrehen" klicken, können Sie überprüfen, ob Sie richtig liegen. 

 

durch Doppeldeutigkeit:
Was hier im Comic zum Schmunzeln anregt, kann für viele Patient*innen unverständlich und verwirrend sein. Besonders dann, wenn Fachbegriffe, Redewendungen oder doppeldeutige Aussagen verwendet werden. Eine klare und verständliche Kommunikation ist daher entscheidend.

Grafik: Designed by Freepik. Sprechblasen: OptiKomm.

Klicken Sie auf den Pfeil rechts mittig im Bild, um weiterzulesen. 

Grafiken: OptiKomm.

Einfluss einer kognitiven Beeinträchtigung auf die Kommunikation

Insbesondere Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung fällt es häufig schwer, ihren Gesundheitszustand selbstständig zu beurteilen oder anderen mitzuteilen. Beispielsweise können Symptome von Krankheiten oft nicht richtig eingeschätzt und nicht adäquat geäußert werden.
Das ist von besonderer Relevanz, weil eine genaue Diagnose zu 70 % auf einer präzisen Anamnese basiert. 

Bei Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung sollten deshalb bestimmte Kommunikationsaspekte mitgedacht werden, da sie Gesprächssituationen, z. B. die Anamnese beeinflussen können:

Bitte beachten Sie zudem, dass Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen häufiger eine veränderte Wahrnehmung zeigen, etwa in Form von Hyper- oder Hyposensibilität sowie Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen.
Zudem treten kognitive Beeinträchtigungen oft gemeinsam mit weiteren Beeinträchtigungen auf, die jedoch häufig übersehen und deren Auswirkungen allein der kognitiven Beeinträchtigung zugeschrieben wird. 
Auch typische geriatrische Auffälligkeiten können bei diesen Personen ebenso wie bei anderen auftreten, möglicherweise sogar früher. Leider bleiben auch diese Veränderungen oft unerkannt.

Beispiel:
Herr Scholz ist ein neuer Patient im MZEB (Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderung). Er ist aufgrund einer noch unbekannten Hörstörung schwerhörig. Daher wird zu Beginn sein Sprachverständnis vom Personal als stark beeinträchtigt eingestuft, obwohl er eigentlich viel mehr verstehen würde.


 

Verständigungsbarrieren sind häufig nicht einseitig, sondern können auf beiden Seiten auftreten. 
Zudem stellt die Kommunikation und Versorgung von Menschen mit Beeinträchtigungen durch die zeitlichen, personellen und finanziellen Engpässe im deutschen Gesundheitssystem eine besondere Herausforderung dar.

 

Auf einen Blick! Kommunikation und ihre Auswirkungen 

Zum Abschluss stellen wir Ihnen hier einige positive und negative Auswirkungen von Kommunikation vor. 
Für weitere Informationen und Erläuterungen klicken Sie einfach auf die jeweiligen i-Zeichen.

 Foto: OptiKomm.

Eine gelungene Kommunikation wirkt sich positiv auf den Gesundheitszustand der Patient*innen aus und steigert die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Patient*innen und medizinischem Personal.

 

Im weiteren Verlauf dieser Schulung werden Ihnen Kommunikationsmodelle, praxisnahe Techniken sowie unterstützende Materialien vorgestellt, die Ihnen helfen sollen, im medizinischen Arbeitsalltag gezielt auf die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Patient*innen einzugehen.

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