Wenn Du schon ein Museum oder Gedenkort besucht hast, dann ist Dir vielleicht aufgefallen, dass diese Orte ganz unterschiedlich gestaltet sind. Vielleicht wurde an einigen Orten viel mit Texten gearbeitet, an anderen mehr mit Fotos oder Videos. Vielleicht konntest Du Dir an diesem Ort echte Objekte oder Gebäude aus der Vergangenheit anschauen. Vielleicht gab es eine Führung, an der Du teilnehmen konntest, einen Audioguide, oder es gab interaktive Elemente, an denen Du selbst aktiv werden konntest: Du konntest selbst recherchieren, forschen oder diskutieren.
Die „Gedenkstättenpädagogik“ ist ein ganz eigener Bildungs- und Forschungsbereich und setzt mich mit der Frage auseinander, wie außerschulische Orte der historisch-politischen Bildung gestaltet sind, oder gestaltet sein sollten, damit viele Menschen dort möglichst gut lernen können. Zum Beispiel geht es um die Frage, wie neue Technologien wie virtuelle Realitäten für die Bildungsarbeit genutzt werden können und zu welchen Problemen es beim Einsatz solcher Technologien kommen kann.