Die NS‑Zeit zeigt extrem, wie grausam Menschen handeln können und wie gefährlich rassistische und menschenfeindliche Ideologien sind. Doch Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegen Menschen aufgrund zugeschriebener Zugehörigkeiten - zum Beispiel aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft, Religion oder ihrer sexuellen Orientierung - gab es schon lange vor 1933. Viele dieser Elemente gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bestehen bis heute fort. Antisemitismus beispielsweise hat eine lange Geschichte und jüdische Menschen erleben weiterhin Vorurteile und Gewalt. Auch Sinti*zze und Rom*nja sowie homosexuelle und queere Menschen wurden bereits vor der NS‑Zeit benachteiligt und sind heute noch Diskriminierung ausgesetzt - die offizielle Anerkennung ihrer Verfolgung ist erst viele Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus erfolgt.
In der nationalsozialistischen Ideologie haben sich viele menschenfeindliche Einstellungen in besonders extremer Weise zugespitzt, viele der feindseligen und abwertenden Gedanken haben sich zugleich bis heute fortgesetzt und münden auch heute noch oftmals in Gewalt.