Fakten über den Nationalsozialismus sind wissenschaftlich gut dokumentiert, und dennoch gibt es immer wieder Versuche, diese Erkenntnisse bewusst zu relativieren, umzudeuten oder gar zu leugnen. Oft steckt dahinter ein politisches oder ideologisches Interesse, etwa die Verharmlosung der Verbrechen oder die Verschiebung von Verantwortung. Solche Verzerrungen sind kein Randphänomen, sondern tauchen in Medien, politischen Reden, sozialen Netzwerken und sogar in persönlichen Gesprächen auf. Die Varianten von und Methoden für Relativierung und Revisionismus in Bezug auf den Nationalsozialismus sind sehr vielfältig und während einige Fälle sehr eindeutig sind, sind andere subtiler und gar nicht auf den ersten Blick als Geschichtsrevisionismus zu erkennen.
Relativierungen des Holocaust sind kein neues Phänomen, sondern lassen sich bereits unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs nachweisen. Zwei bekannte Fälle von Holocaustleugnung in der jüngeren Geschichte zeigen die Personen Horst Mahler und Ursula Haverbeck - beide wurden für ihre revisionistischen Aussagen wegen „Volksverhetzung“ verurteilt.