Überlebende der Shoah wie Margot Friedländer haben über Jahrzehnte entscheidend dazu beigetragen, die Erinnerung an die NS-Zeit lebendig zu halten. Mit ihrer klaren Botschaft: „Schaut nicht auf das, was euch trennt. Schaut auf das, was euch verbindet“, stand Margot Friedländer für Menschlichkeit und für gemeinsame Verantwortung für die Gegenwart. Ein anderer Zeitzeuge, Max Mannheimer, sagte: „Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dafür, dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“
Vielen von uns sind diese Zeitzeug*innen und ihre Mahnungen noch präsent. Doch immer mehr mahnende Stimmen aus der NS-Zeit verschwinden, wenn Zeitzeug*innen versterben und es braucht neue Wege und Anstrengungen, um die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus und ihre Opfer aufrechtzuerhalten. Alleine in den letzten Jahren hat sich vieles verändert, zum Beispiel gibt es immer mehr digitale Zugänge zum Thema, über Hologramme von Zeitzeug*innen, über das Erleben von Geschichte in virtuellen Realitäten oder in Computerspielen.
Spannend ist aber das Gedankenspiel, wie in der Zukunft an die NS-Geschichte erinnert wird und welche Rolle die Erinnerung an diese Zeit in unserer Gesellschaft dann noch spielen wird.