Die Nationalsozialisten nutzten Sprache gezielt als Werkzeug, um ihre Ideologie zu verbreiten, Feindbilder zu schaffen und Gewalt zu verschleiern. Viele Begriffe wurden bewusst umgedeutet oder beschönigend eingesetzt, zum Beispiel Begriffe wie „Sonderbehandlung“ oder „Ausmerzen“.
Einige dieser Wörter leben bis heute weiter, jedoch oft unbewusst. Es sind Begriffe oder Sätze wie „Kulturschaffende“, "Jedem das Seine" oder „Festung Europa“, die historische Wurzeln im NS-Sprachgebrauch haben, die aber häufig bis heute in unserem Alltag bestehen, ohne dass ihre Herkunft bekannt oder uns besonders bewusst ist.
Deshalb ist es wichtig, aufmerksam mit Sprache umzugehen. Wörter selbst haben nämlich eine Geschichte und wer sie benutzt, übernimmt auch ein Stück ihrer Bedeutung. Auch bewusste Sprache ist ein Zeichen von Verantwortung und Erinnerung.