Ceija Stojka (1933 - 2013) war eine österreichische Schriftstellerin und Künstlerin. Sie wurde in Kraubath geboren, ihre Familie gehörte den Lovara-Roma an. Als Kind wurde Ceija zusammen mit ihrer Familie in insgesamt drei Konzentrationslager deportiert (Auschwitz-Birkenau, Ravensbrück, Bergen-Belsen) und überlebte diese. Sehr viele ihrer Angehörigen wurden in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet. Nach dem Krieg begann sie nach und nach, ihre Geschichte und ihre Erlebnisse in Büchern und in Kunstwerken zu verarbeiten. Mit ihren Werken machte sie die Verfolgung von Sinti*zze und Rom*nja sichtbar. Sie war eine der ersten Romnja, die über die NS-Verfolgung sprachen und wurde zu einer wichtigen Stimme der Community und Holocaust-Erinnerung. Ceija Stojka verstarb am 28. Januar 2013 in Wien.
Online-Material
Abschlussbedingungen
"I fear that Europe is forgetting its past and that Auschwitz is only asleep."
Welche Sorge spricht Ceija Stojka in diesem Zitat an?
Zur Frage
Zum Vergleichen
Zum Weiterdenken
Welche Bedeutung haben die Erfahrungen von Holocaust-Überlebenden wie Ceija Stojka für ihr weiteres Leben? Wie wirken sich Ereignisse wie das, was sie in ihrer Kindheit erlebt hat, auf das weitere Leben aus?
Zum Aktivwerden
Schau Dir die Kunstwerke von Ceija Stojka an, zum Beispiel auf der Homepage der Cejka Stojka Association , und wähle ein Werk aus, das Dich besonders anspricht. Setze Dich anschließend mit folgenden Fragen auseinander:
- Welche Erfahrung verarbeitet Ceija Stojka in diesem Bild?
- Warum sind diese Erfahrungen für die Roma-Community von besonderer Bedeutung?
Zum Mehrlernen
- Hier findest Du die Homepage der Ceija Stojka International Association , auf der Du mehr über das Leben und die Arbeiten von Ceija Stojka erfahren kannst.
- Auch auf der Homepage der Stiftung Kai Dikhas findest Du eine große Auswahl der Kunstwerke von Ceija Stojka.
- Auf dieser Seite kannst Du mehr über die Ermordung europäischer Sinti*zze und Rom*nja während der Zeit des Nationalsozialismus erfahren.
- Diese Dokumentation des Hessischen Rundfunks behandelt die Geschichten und Erfahrungen von Sinti*zze und Rom*nja auch jenseits der Zeit des Nationalsozialismus.