Felice Schragenheim (1922–1945) wurden 1922 in Berlin geboren. Sie war eine jüdische Journalistin, die sich gleichzeitig im Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime befand. 1942 lernte Felice Lilly Wust kennen, deren Mann Soldat an der Front war, und verliebte sich in sie. Kurz darauf zogen sie in eine gemeinsame Wohnung. Im August 1944 wurde Felice Schragenheim von der Gestapo gefangen genommen und in mehrere Konzentrationslager deportiert, wobei ihr weiteres Schicksal nicht vollständig rekonstruiert werden kann. Möglicherweise kam sie auf einem Todesmarsch aus dem KZ Groß-Rosen oder im KZ Bergen-Belsen ums Leben. Als „Todesmärsche“ werden die gewaltsamen Räumungen von Konzentrationslagern in den letzten Kriegsmonaten 1944/45 bezeichnet. Zehntausende Häftlinge wurden dabei unter extremen Bedingungen zu langen Märschen gezwungen, bei denen viele starben; sie dienten unter anderem der Vertuschung der NS‑Verbrechen.
Im Februar 1948 wurde Felice Schragenheim offiziell für tot erklärt. Briefe und Dokumente aus ihrem Umfeld geben Einblicke in ihr Leben und ihre Beziehungen, die später unter anderem im Buch und dem dazugehörigen Film „Aimée und Jaguar“ aufgegriffen wurden. Diese Adaptationen der Lebens- und Liebesgeschichte von Felice Schragenheim und Lilly Wust sind nicht unumstritten.