Produktion eines Voice-Overs
In der Produktionsphase geht es um das eigentliche Einsprechen des Skripts. Die folgenden Inhalte geben praktische Hinweise zu Stimme, Sprechweise, Haltung und Aufnahmebedingungen für ein gut verständliches Voice-over.
1. Unsere Stimme
Unsere Stimme ist so einzigartig wie unser Fingerabdruck. Sie ist nicht nur Teil unserer Persönlichkeit, sondern auch das Instrument, mit dem wir mit unserem Gegenüber in Kontakt treten. Über unsere Stimme werden Informationen, Emotionen und auch unsere Haltung zum Inhalt und zur Zuhörerschaft transportiert. Deshalb ist es wichtig, sich mit dem eigenen Instrument, unserer Stimme, vertraut zu machen.
Natürliche Stimmlage
Je nach Körper ist die Stimme und die entsprechende natürliche Stimmlage individuell verschieden. Die sogenannte Indifferenzlage ist unsere persönliche „Wohlfühl-Tonlage“: Hier ist unsere Stimme zu Hause. Erst diese individuelle Stimmlage ermöglicht authentisches, natürliches und entspanntes Sprechen. Wir verlassen unsere Indifferenzlage bei Aufregung, Lampenfieber, Nervosität, aber auch bei lautem Sprechen oder Ärger. Es gibt folgende einfache Übung, um die eigene Indifferenzlage zu finden:<br><p>An das eigene Lieblingsessen denken und ein „Mmmh“ machen oder Zustimmendes „Mhm“ beim Zuhören.
Warm Up
Um unseren Körper vor dem Einsprechen zu lockern und dadurch die Artikulation beim Sprechen zu verbessern, bietet sich ein kurzes Warm-up vor der Aufnahme an. Neben dem Aufsagen von Zungenbrechern oder dem Sprechen mit einem Kronkorken zwischen den Zähnen gibt es viele weitere einfache Übungen wie das Lippenflattern, Zungenschnalzen oder das Rollen des Buchstabens „R“, die unsere Aussprache verbessern können.