Liebe, Höfische Kultur und Herrschaft 1100-1600
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Lesen Sie bitte: Timo Reuvekamp-Felber: Autorschaft als Textfunktion, in: ZfdPh 120 (2001), S. 1–12.Notieren Sie die zentrale These von Reuvekamp-Felber, wie Selbstaussagen von Verfassern mittelhochdeutscher Literatur zu verstehen sind.Reflektieren Sie unter besonderer Beachtung des Epilogs (V. 15601–15689) darüber, wie sich Rudolf von Ems selbst literarisch stilisiert; achten Sie insbesondere darauf, welchem Stand er sich zuordnet und welche Rolle die Ministerialität im Rahmen des primären Entstehungszusammenhangs um Konrad von Winterstetten spielt: Welche Verbindungen zwischen Sujet und Selbststilisierung des Verfassers lassen sich gemäß Reuvekamp-Felber beobachten? Welche Gegenargumente können Sie formulieren?Verschriftlichen Sie das ‚Pro und Contra‘ in Form eines Dialogs zwischen zwei Wissenschaftler:innen.
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Erstellen Sie eine zweispaltige Tabelle (max. 500 Wörter), in der Sie das Für und Wider der Zuordnung des „Willehalm von Orlens“ zum ‚Fürsten- und Herrschaftsroman‘ (Mathias Herweg) verzeichnen.Mathias Herweg: Wege zur Verbindlichkeit. Studien zum deutschen Roman um 1300, Wiesbaden 2010 (Imagines medii aevi 25), S. 30ff.
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Informieren Sie sich über die ‚ars dictaminis‘ im „Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft“.Halten Sie den Aufbau des Briefs im Mittelalter fest. Sehen Sie sich nun die Briefe an, die Willehalm und Amelie (mit Pitipas als Boten) schreiben. Diskutieren Sie, inwiefern sich diese Briefe nicht als ‚persönliche Mitteilung‘, sondern als regelkonformer Ausdruck verstehen lassen. Welche Implikationen hat dies für die Figurencharakterisierung?Fassen Sie Ihre Ergebnisse schriftlich zusammen (max. 350 Wörter).
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Sehen Sie sich die eingangs im Anschluss an Ihre Vorerwartungen mit Blick auf Figurenzeichnung, Raum- und Zeitdarstellung formulierten Fragestellungen an. Beantworten Sie die Fragestellungen thesenartig mit Blick auf den Willehalm von Orlens und begründen Sie Ihre Thesen (insgesamt 1000 Wörter).