1. Was sind E-Prüfungen?

Der Begriff E-Prüfungen steht für elektronische Prüfungen (engl. e-Assessment) und ist ein prüfungsrechtlicher Begriff, der sich im Wandel befindet. E-Prüfungen werden in einem geschlossenen Prüfungssystem durchgeführt. Ein solches Prüfungssystem können beispielsweise die Prüfungsinstanzen der Lernmanagementsysteme Moodle und ILIAS sein. Der Zugriff auf diese Systeme kann vor Ort (Präsenz, z.B. in einem Computer-Pool) oder ortsunabhängig über das Internet erfolgen.

Typischerweise sind E-Prüfungen dadurch gekennzeichnet, dass Vorbereitung, Durchführung und Korrektur innerhalb desselben Systems ablaufen.

Grafische Übersicht zu Taxonomiestufen und (E-)Prüfungsformen.

Die Abbildung zeigt eine tabellarisch aufgebaute Übersicht mit dem Titel „Taxonomiestufen (E-)Prüfungsformen und Technologien“. Dargestellt sind die kognitiven Niveaus nach Bloom/Anderson (Erinnern, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Bewerten, Erschaffen), zusammengefasst in Informationserinnerung (30%), Informationsverarbeitung (40%) und Informationserzeugung (30%). Den Stufen sind unterschiedliche Prüfungsformen wie (E-)MC-Klausur, (E-)Klausur, mündliche Prüfung, Vortrag/Referat, Recherchearbeit, Essay, Performanzprüfung, Hausarbeit, Simulation, Praxisprüfung, Projektarbeit, Lerntagebuch und (E-)Portfolio zugeordnet. Rechts ist der jeweilige Medieneinsatz (z. B. LPLUS, Adobe Connect, Textverarbeitung, fach­spezifische Software, Mahara) aufgeführt.

Erstellt von Dr. Heike Seehagen-Marx und Alian Keller, BU Wuppertal, angepasst von der Stabsstelle Digitale Universität, Universität Jena.